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Publikation im Kreativ-Atelier

Beitrag über Coffee Art in der Zeitschrift "Mein Kreativ Atelier"

Malen mit Kaffee

Beim Malworkshop “Coffee Art” sind Kaffeeflecken ausdrücklich erwünscht – und zwar auf der Leinwand.

Kaffee macht nicht nur wach, sondern eignet sich auch sehr gut als Malmedium. In dem Workshop “Coffee Art” der Akademie Wildkogel arbeitet die erfahrene, und ganz ohne Koffein hellwache Dozentin Sylvia Neulichedl mit den Kursteilnehmern an abstrakten Kunstwerken mit Kaffee. Für einzigartige Effekte wird das schwarze Gold mal in seiner flüssigen Form, lasierend, mal verdickt oder als Pigment sowie in Kombination mit verschiedensten Malmitteln wie Schellack, Marmormehl Acrylfarbe und anderen Materialien verwendet. Schritt für Schritt lernen Anfänger wie Fortgeschrittene an mehreren Tagen Kaffee von einer speziellen Seite kennen, entdecken die eigene Kreativität und die Magie des Zufalls.

Mahlen oder malen?

Vor circa zehn Jahren entdeckte Sylvia Neulichedl die Liebe zum Kaffee als Malmedium: “Ich saß in einer Workshoppause bei einem Espresso in der Sonne, als die Dozentin nebenbei meinte, Kaffee werde auch in der Malerei eingesetzt. Ich ließ alles – bis auf die Tasse mit dem Kaffee – stehen, schnappte mit eine Leinwand und kippte das noch heiße Gebräu über die weiße Fläche”, erinnert sie sich. “Es war Liebe auf den ersten Blick, die Farbnuancen, die Patina und der feine Schimmer bei getrocknetem Zustand. Der Beginn einer duftenden Freundschaft, die sich im Laufe der Zeit mehr und mehr vertiefte.”

Doch den Umgang mit Kaffee in ihrer Kunst musste sie erst lernen, denn als Medium ist Kaffee manchmal nicht ganz einfach. “Wie in einer Beziehung lernte ich neben den faszinierenden Seiten auch seine Nachteile kennen”, lacht die aufgeschlossene Dozentin, “seine Hartnäckigkeit, der manchmal schwierige Umgang, wenn er grad nicht das macht, was man selbst im Kopf hat. Aber die schönen Seiten überwiegen bei weitem und wenn man das Geheimnis um seine Wechselwirkungen mit Acryl, Marmormehl, Pastellkreiden, Sprays etc. gelüftet hat, macht es einfach nur noch Spaß. Er ist ein wunderbares Gestaltungsmittel, das bewusst eingesetzt werden kann, um bestimmte Effekte zu erzeugen.”

Schwarzes Gold

Bereits im 17. Jahrhundert wurde Kaffee als Malmedium von vorwiegend armen Künstlern für die Aquarellmalerei benutzt. “Doch Kaffee kann auch sehr dickflüssig verwendet, der Kaffeesatz als Strukturpaste angerührt oder das Pulver als Pigment gebraucht werden,” weiß Sylvia Neulichedl. “Was Kaffee so besonders macht, ist die Tatsache, dass er immer wieder durchschlägt. Das heißt, wenn man einmal Kaffee im Bild verwendet hat, kommt er farblich immer wieder in abgeschwächter Form durch, auch wenn man noch so oft mit Farbe drüberfährt.” Der Grund: Sobald Kaffee in irgendeiner Form feucht wird, löst er sich von neuem an und verändert die bearbeitete Oberfläche. Ein spannender Effekt, der die Gestaltung so experimentell und zufällig macht.

Und genau dieser Zufall ist es, den die Dozentin beim Malen mit Kaffee so interessant findet. Denn “nicht nur in der Kunst ist es so, dass gerade der Zufall Geniales zum Vorschein bringt. Ich bin der Auffassung, dass das Herz- und das Bauchgefühl, die Intuition, ab einem bestimmten Punkt die Führung übernehmen sollten und man die bewusste Kontrolle loslassen darf. Da eignet sich die Coffee-Art-Malerei ganz besonders. Die Kombination Kaffee im Zusammenspiel mit Metallpigmenten, Schellack und Acrylfarben muss man dem Zufall überlassen. Vielmehr ist es ein Genießen des Schauspiels, das sich beim Zuschauen entfaltet”, schwärmt sie.

Geschmackssache?

Da das Malen mit Kaffee unabhängig von den Getränkevorlieben der Teilnehmer ist, kommen in Sylvia Neulichedls Kurs nicht nur Kaffee-Liebhaber, sondern auch jede Menge Freigeister und Experimentierfreudige zusammen. “Natürlich hatte ich auch schon eine Teilnehmerin, die den Kaffeegeruch eigentlich gar nicht mochte, aber das Thema spannend fand”, erzählt die Dozentin. Doch in erster Linie eint alle Teilnehmer die Liebe zum Malen und Ausprobieren, denn “Coffee-Art ist in dieser Form etwas Neues in der abstakten Acrylmalerei, eine neue Technik im Dschungel der Kunst”.

Doch abgesehen von den verschiedneen Möglichkeiten und Techniken in der Coffee-Art, geht es der Dozentin in erter Linie um die Freude am Tun. Diese Freude überträgt sich auf die Workshop-Teilnehmer, denn sie können sich künstlerisch frei entfalten. “Mir geht es um das Ausprobieren und dass selbst sogenannte Fehler ihr Gutes haben. Verbissenes Arbeiten gibt es bei mit nicht, daher ist mir die Atmosphäre immer sehr wichtig.

Besonders schön finde ich, dass mich mein Mann Marco und – sofern niemand Angst oder Allergien hat – unsere Golden-Retriever-Hündin Shanti immer begleiten. Zu zweit können wir intensiver Hilfestellung leisten und für gute Laune sorgen. Dann werden die Bilder automatisch gut”, strahlt die freischaffende Künstlerin.

Sie lacht laut und erzählt: “Außerdem wird keiner müde in meinen Coffee-Art-Kursen” Der Kaffeeduft hält uns fit und natürlich kann der Kaffee auch getrunken werden. Da gönnen wir uns einen echt leckeren Cappuccino oder Latte Macchiato, denn der wasserlösliche Kaffee landet unweigerlich auf der Leinwand.” Ein Genuss der etwas anderen Art…

© by Mein Kreativ-Atelier, OZ Publishing, Rheinfelden/Germany, www.oz-verlag.de

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